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Einführung
Schamanismus gibt es in vielen Kulturen. Überall sind schamanische Techniken anders, und dennoch ähneln sie sich stark. Wer sich dafür interessiert, wird früher oder später bei einigen Punkten ankommen. Diese sind untenstehend kurz skizziert.

Die schamanische Reise
Die Gundtechnik für Erlebnisse in schamanischen Anderswelten ist die Technik des schamanischen Reisens. Hier gibt es einige Methoden, wovon hier nur eine genannt sei: das schamanische Trommeln. Überall auf der Welt findet sich ein Trommelrhytmus von 210 bpm. Das sind 210 Schläge pro Minute, oder ca. 4 Schläge in der Sekunde. Die Berieselung mit diesem Trommelschlag führt ihm Gehirn zu einem erstaunlichen Effekt. Die Gehrinströme der linken und der rechten Gehirnhälfte gleichen sich an. Im Normalfall ist dies nicht der Fall. Ausser bei Menschen, die sich in Trance begeben wird dies gemessen.
Die Trance ist sozusagen das Mittel, eine Reise anzutreten. Nicht zu verwechseln mit Hypnosen oder Meditationen. Eine Trance ist im Gegensatz zu den genannten Begriffen ein Zustand "wacher als wach".

Die grobe Aufteilung der Anderswelten
Man redet meist von drei Anderswelten, der unteren, der oberen und der mittleren. In Trance begibt man sich in eine dieser Welten. Dazu gibt es verschiedene Methoden, die unter Reisetechniken beschrieben sind. Viele verwenden als erstes Ziel die untere Welt, weil man da meist auf seine Krafttiere stösst. Die Aufteilung der Welten ist für jeden anders und dennoch lässt sich diese Dreiteilung bei vielen finden. Weiter noch besteht eine allgemeine Wahrnehmung, dass diese drei Welten sich wiederum in drei verschiedenen unterscheiden. Manche geübte Reisende gehen also von insgesamt 9 Welten aus.
Die unteren Welten beherbergen wie gesagt bei vielen die Krafttiere, die oberen Welten erlauben Begegnungen mit den sog. Lehrern. Untere und obere Welt sind Welten, in denen ein freies Bewegen "gefahrlos" zu bewerkstelligen ist. Die mittleren Welten sind so quasi Abbilder der alltäglichen Wirklichkeit.
Ein Wechsel in andere Welten ist meist durch Hilfsmittel möglich. Es gibt hierzu die Möglichkeit, über den sog. Weltenbaum, der alle Welten verbindet, zu reisen. Jede der Welten ist eine komplette Welt, mit Boden und Himmel.

Das Finden des Krafttiers
Ein Krafttier ist ein ständiger Begleiter. Es sorgt für unser körperliches und geistiges Wohlergehen. Auch kann es uns durch die Anderswelten führen. Meist sind Krafttiere in den unteren Welten zu finden. Die Geister scheiden sich, wie man dies nun bewerkstellligt Einige sagen, man soll ein auftauchendes Tier einfach fragen, ob es sein Krafttier sei, andere meinen, man müsse einen Tier mindestens dreimal begegnen, bevor man von einem Krafttier sprechen kann. Am Ende ist es eine persönliche Sache: man wird schon spüren, wenn ein Krafttier auftaucht. Eine enge, vertraute Verbindung stellt sich ein. Ein "zu sich kommen".

Die Begegnung mit Lehrern
Andersweltliche Lehrer finden sich zumeist in den oberen Welten. Manche nehmen die Beziehung zu ihren Lehrern nicht als so warmherzig wie mit den Krafttieren wahr. Lehrer erscheinen oft in Gestalt von kapuzentragenden Gestalten, anfangs ohne Gesicht. Wer in Avalon unterwegs ist, nimmt oft Priesterinnen als Lehrerinnen wahr.

Kommunikation mit Pflanzen, Tieren und Gegenständen
In den mittleren Welten begegnet man vielem, was auch in der alltäglichen Wirklichkeit vorhanden ist. Die andersweltlichen Entsprechungen erlauben allerdings eine klare Kommunikation. Man kann mit allem sprechen, was mit einem sprechen möchte. Alles ist beseelt und so auch als Wesen fassbar. In den mittleren Welten begegnet einem auch weniger Freundliches, was zur Wachsamkeit raten kann. Aber in der normalen Alltagswelt passt man ja auch auf, wenn man über die Strasse geht.

Zerstückelung
Ein besonderer Vorgang in der schamanischen Praxis ist das Zuteilwerden einer Zerstückelung. Das tönt brutal, ist es auch. Meist nimmt eine Zerstückelung ein andersweltlicher Lehrer vor, sie kann aber auch durch ein Krafttier eingeleitet werden. Dabei wird der gesamte Körper aufgelöst. Verbrennung, in Stücke gehauen werden, in Säurebädern zerfallen... Es sind viele Arten bekannt. Nach der Zerstückelung wird man wieder zusammengesetzt. Alles, was nicht von einem selbst war, wird nicht mehr bei der Formung verwendet. Z.B. wird die Asche nach einer Verbrennung durchgespült, bevor aus ihr wieder ein Mensch geformt wird.

Seelenteilrückholung
Im schamanischen Vorstellungen bestehen wir aus einzelnen Teilen. Solche Teile können sich abspalten. Beispielsweise bei einem Unfall mit Schock. Das Erlebte wird verdrängt, aus dem Leben ausgeschlossen. Dieser Teil verabschiedet sich und man hat ein "Loch". Dieses Loch bietet gerne auch Raum für Parasiten.
Die Rückholung von Seelenteilen ist oft mit der Konfrontation der Geschehnisse bei der Abspaltung verbunden. Seelenanteile werden allgemein von den Spirits selbst wieder zurückgebracht, den Krafttieren oder den Lehrern. Das darauffolgende Beschäftigen mit den neuen - alten Emotionen nennt man auch "Integrationsarbeit".

Extraktionen
Es kann vorkommen, dass sich Parasiten einnisten in unserem Seelenteilkörper. Diese wirken auf uns in der Alltagswelt. Krankheiten sind gerne eine Folge davon. In den Anderswelten sind diese Parasiten zu erkennen und können mit dem Vorgang der "Extraktion" aus dem Körper genommen werden. Sie werden durch die Spirits fachgerecht entsorgt. Der Vorgang der Extraktion ist aus schamanischer Sicht nicht einfach und birgt stets die Gefahr, dass etwas abhaut oder sich gar bei einem selbst einnistet.

Psychopompus
Der Psychopompus (gr. Psychopompos) bezeichnet die Begleitung von Seelen ins Totenreich. Stirbt ein Wesen in unserer Alltagswelt, so muss es seinen Platz finden in den Anderswelten. Die Begleitung der Seelen ist ein wichtiger Teil der schamanischen Arbeit.


Weiterführende Themen, sowie andere Einblicke in den Schamanismus werden von vielen Webseiten geliefert. In unseren Links finden sich nennenswerte Seiten zu den beschriebenen Themen.