Extraktionen

Es kann vorkommen, dass sich Parasiten einnisten in unserem Seelenteilkörper. Diese wirken auf uns in der Alltagswelt. Krankheiten sind gerne eine Folge davon. In den Anderswelten sind diese Parasiten zu erkennen und können mit dem Vorgang der "Extraktion" aus dem Körper genommen werden. Sie werden durch die Spirits fachgerecht entsorgt. Der Vorgang der schamanischen Extraktion ist nicht einfach und birgt stets die Gefahr, dass etwas abhaut oder sich gar bei einem selbst einnistet.

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Allgemeines zur Extraktion

ExtraktionSchamanische Extraktionen sind eher selten und das letzte Mittel bei Heilungen oder sonstigen Arbeiten. Es wird oft gelehrt, dass vermeindlich fremde Wesen weg müssen. Ich selbst vertrete diese Meinung nicht, da in meiner Arbeit es sich oft zeigt, dass solche Wesen gerne auch eigenproduziert sind. Selbst wenn es ein völlig fremdes Wesen ist, so bietet man ihm einen Platz, an dem es verweilen will. Man hat also eine Resonanz zu diesem Wesen, etwas, das ähnlich ist und das dem Wesen den Platz warm hält.
So gehe ich eher den eigenen Teil an, der da resoniert und bringe den in Ordnung, was meistens zu einem Auszug des fremden Wesens führt.
Wesen, die eigenproduziert sind (vielfach Krebsgebilde), extrahiere ich selbst nur, wenn sie lebensbedrohlich sind. Den Grund für das Wachsen anzugehen, halte ich aber für wichtiger.
Extraktionen benötigen ein intensives Verhältnis zu seinen Geistern. Nur weil hier steht, wie man das machen kann, sollte wohl keiner das aufgrund dieser Texte hier versuchen.

Extraktionsmethoden
Nie nie nie mache ich diese selbst, sondern lasse meine Geister wirken oder agiere im Verbund mit einem Geistwesen, durch einen Krafttiertanz z.B.
Schamanische Krebs ArbeitIch lockere meist den umliegenden Bereich mit einer Rasselarbeit auf, womit ich dem Wesen den Halt im Körper erschwere. Man kann selbst mit der Rassel allein ein Wesen auch umschwingen so quasi und es rein durch das Rasseln rausholen.
Es gibt auch Methoden, ein Wesen herauszulocken. Durch Gesang, durch wohlriechende Düfte, denen es nicht widerstehen kann, durch Wein oder auch Tabak. Oder durch das Aussaugen, was ich persönlich für die schwierigste Methode halte, da man das Wesen in sich selbst hineinlässt. Die Bereitschaft für den anderen zu sterben, wird hier besonders deutlich.

Das führt mich zu den Fallen. Hat man an Wesen draussen, gibt es verschiedene Hilfsmethoden, es in eine Falle zu locken. Meist zieht man es direkt in Fallen. Ich arbeite mit Bergkristallen, die ich rund um den Ritualplatz lege, falls mir ein Wesen abhaut oder sich ein zweites, vorher unentdecktes Wesen zeigt und sich ausserhalb der gewohnten Umgebung den nächst schwächeren Körper sucht (Hunde und Tiere sollte nie dabei sein bei einer Extraktion).

Schamanische Extraktion mit TabakfallenEine weitere Möglichkeit sind Tabakfallen, v.a. wenn man die Extraktion für einen Raucher macht. Man nimmt je eine oder zwei Zigaretten vom anderen für eine Falle. Den Tabak wickelt man wie abgebildet in ein Papiertaschentuch und nimmt (anders als im Bild) roten Faden, um das Säcklein zu verschliessen. Wie jedes Werkzeug sind auch Tabakfallen vorher reinigend zu räuchern.
Tabak ist für die meisten Wesen unwiderstehlich und sie huschen in die Fallen hinein. Ein zusätzliches Beträufeln der Fallen mit Wein kann auch hilfreich sein. Die Fallen sofort verbrennen, am besten in einem Ofen oder einem anderen bereits entzündeten Feuer. Das Feuer lässt die Wesen für eine kurze Zeit in unsere Welt transportieren und werden direkt zerstört. Dabei achte ich darauf, dass der restliche Rauch von meinen Geistern begleitet wird, dahin, wo er niemandem schaden kann.

Man kann aber auch seine Schamanentrommel als Auffänger verwenden. Bei der Extraktion (= lat. Herausziehen) zieht man den Eindringling direkt in seine Trommel. Die meisten Schamanentrommeln sind einseitig bespannt und können durch die Öffnung an der Rückseite als Cacher, als Fänger dienen. Der Geist der Trommel hält das Wesen. Ich geh mit der Trommel dann gleich raus und nehme ein Krafttier mit, das das Wesen dann in Empfang nehmen kann. Jenes stellt sich vor mich und ich kratze mit meinen Fingernägeln auf der Trommel das eingefangene Wesen wieder heraus, direkt in die Fänge meines Krafttieres, das danach das Wesen richtig im Totenreich entsorgt.

Steine / Bergkristalle: Beim Kauf von Bergkristallen achte ich darauf, dass der Stein mit mir solche Arbeiten überhaupt machen möchte und dass er Brüche in seinem Inneren hat, die wie eine Reuse geformt sind. Rein, aber nicht mehr raus. Die Steine lege ich rund um den Ritualplatz als Fallen und auf den Körper, der vor mir liegt, dort, wo ich die Wesen wahrnehme. Die Steine werden meist glühend heiss, wenn sie etwas eingefangen haben. Ich lösche und versiegle sie in einem Salzwasser-Becken, das während der Extraktion bereit liegt.
Nach dem Ritual selbst vergrabe ich die Steine etwa 30 cm unter die Erde. In einer Folgereise bitte ich meine Geister, sich der Wesen in den Steinen anzunehmen und sie abzutransportieren. Ist das erledigt, buddel ich die Steine wieder aus und sie werden intensiv gereinigt.

(Text Wanderer)