Ursachen-orientierte Selbsthilfe

Es kann hilfreich sein, sich selbst aus verschiedenen Perspektiven anzuschauen. Sind einem Gründe für heutige Probleme bewusst geworden, beginnt ein Prozess der aktiven Selbsthilfe. Macht man das alleine, ist an diesem Punkt die Gefahr der Rechtfertigung für ein Problem am grössten.
Die Phasen der Problem-Musterbildung werden einzeln verstanden, oft als Kette von Konsequenzen. Jede dieser Phasen enthält bewusste oder unbewusste Entscheide. Im schamanischen Rat kann diskutiert werden, ob diese Entscheide mit den damaligen Konsequenzen heute überhaupt noch Sinn machen. So erscheinen aus der Entfernung und Geborgenheit im Rat frühere Entscheide verständlich, aber nicht mehr sinnvoll. In Lösungsritualen können diese aus heutiger Sicht als Selbstverfluchung zu bezeichnende Akte ehrenvoll aufgelöst werden.

Ursachenorientierte Selbsthilfe heisst, mit eigenen Entscheiden in der Folge von Ursachen neu klar zu kommen, sich neu zu formen, neue Entscheide für das heutige Leben zu fällen. Ohne die Ursachen zu kennen, ist eine Therapie oft ein Probieren: man verändert ein Verhalten, das aber eine Konsequenz vielleicht anderer Dinge ist. Das Problem zu finden und es an der Wurzel zu packen, erlaubt schnellere Resultate. Dabei ist die objektive Haltung gegenüber dem eigenen Ich wichtig, das sich damals entschieden hat. Abstand, Objektivität und therapeutische Betrachtung sind wichtig für ein ursachenorientiertes Vorgehen.

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