Schamanismus

Fuerteventura – Schamanisches Glück

Fuerteventura Schamanismus

Die Kanarischen Inseln bieten uns, was in der Schweiz fehlen mag: das ganze Jahr über Sonne und Meer. Das ist noch längst nicht alles. Nach unseren Erfahrungen auf Gran Canaria teilen wir unsere ersten Eindrücke von Fuerteventura. In der Corona Zeit fliegen wir in einem vollen Flieger mitten in einem laut schreienden Kindergarten. Der Edelweiss Business Class Aufschlag hat sich wieder nicht gelohnt. Gegen Mittag erreichen wir den Flughafen Fuerteventura und können unser Auto in Empfang nehmen. Wir empfehlen hier die Firma Autoreisen: es ist keine Kreditkarte nötig und man erlebt eine unkomplizierte Abwicklung. Der erste Eindruck auf der Strasse vom Flughafen nach Corralejo: eine irgendwie freundlich wirkende Geröllwüste. Kaum sind wir auf Fuerteventura, beginnen glückliche Ereignisse. Es sind kleine Dinge, die unseren Weg begleiten. Alles gut. Wir versuchen, auch das Negative hier zu beleuchten:

Fuerteventura - eine Italiener Insel?

Wir erfahren, dass ca. 60% der Ansässigen aus Italien stammen. Etwas Integration wäre allerdings wünschenswert. Die Canarios sind dermassen freundlich und hilfsbereit, dass wir es kaum in Worte fassen können.
Die vielen Pizzerien und italienischen Restaurants machen alles wieder weg. Eine wirklich gute italienische Pizza bekommt man im Restaurant Da Vivi in Corralejo. Von jeder Art von Teigwaren sind wir auf der ganzen Insel enttäuscht. Wir denken, das liegt am Wasser. Nach einem Monat bleiben uns neben dem Da Vivi die China-Restaurants und v.a. die Inder. Die sind Spitzenklasse.

Schamanenstube Fuerteventura Spanien

Schamanismus am Meer

Wenn man so am Meer sitzt, mag eine der ersten Fragen sein: was ist hinter dem Horizont? Die Frage ist einfach zu beantworten. Im Osten liegt Afrika, im Westen Gran Canaria. Man sieht ja nur maximal 30 Kilometer weit, weshalb der Horizont immer schnurgerade wirkt. Ohne Sonnenschutz und Kopfbedeckung sollte man auch im April nicht einfach in den Sand sitzen. Die Sonne ist derart stark hier, dass man sie wegen des Windes gerne unterschätzt. Nach zwei Sonnenbränden und einem kleinen Hitzeproblem haben auch wir unsere Lehren gezogen. :-)
Die Dünen von Corralejo eignen sich ausgezeichnet für schamanische Arbeiten. Sie sind so gross, dass man völlig ungestört schamanisieren kann. Der Blick aufs Meer schaukelt uns in völlig andere Geistwelten. Alles ist in Bewegung, alles ist in klare Farben von Türkis über Blau in Weiss getaucht. Das ist schön, wirklich schön.
Wir machen viele unserer Erfolgsbeutelchen für unsere Kunden hier. Die Arbeit mit dem feinkörnigen Sand und dem Salz für die Ordnungen fällt einfach zu und geht leicht von der Hand. Wir spüren etwas Zusätzliches hier, das in die speziellen Beutel mit eingeflossen ist: es gibt hier eine Form von Glück, die "breit" ist. Das versuchen wir zu erklären.

Das Glück der islas afortunadas

Das Glück der Islas afortunadas

Die "grosse Glückselige" beherbergt Zutaten des Glücks, die wir einfangen, wie Parfümeure Düfte einfangen. Mit dem Wissen, wie man Ordnungen wie Düfte konserviert, arbeiten wir in einem Fort in der Hitze der Wüste. Man spürt das Glück hier sofort, nur ist es komplett anders zu erreichen als z.B. auf Kreta. Die Luft hier ist auf eine gewisse Art ölig. Sie sollte schwer sein, ist sie aber nicht. Die Hitze in der Sonne mischt sich mit dieser Luft. Daraus entsteht ein Gefühl von Unbeschwertheit und Unverbindlichkeit. Sorgenvolle Gedanken weichen einer Zuversicht, dass alles nicht nur richtig, sondern versehen mit Glück wundervoll wird. Das Glück vollführt hier keinen Tanz, es schwebt einfach in der Luft. Wir fangen es nicht, wir warten bis es kommt. Die schamanische Wahrnehmung zeigt keine glitzernden Kügelchen hier. Es ist eher etwas "Breites" in der Luft, wie kleine Wolken. Das Glück schwebt da einfach rum. Man muss es weder wert sein, noch etwas Spezielles tun. Es ist einfach da.

Götter Fuerteventura

Fuerteventura Lebensgefühl

Man ist eher nur zum Schlafen in einem Haus. Den Tag verbringt man draussen - in der Sonne oder im Schatten. Der Unterschied von Schatten zu Sonne kann locker 15 Grad betragen. Es ist kaum zu glauben, wie man mit einer kleinen Bewegung aus der Kühle in die Hitze wechseln kann. Durch den hohen Temperatur Unterschied entscheidet man sich irgendwann für ein Jäcklein. Dieses schützt vor der empfundenen Kälte ebenso wie vor der Hitze. Sieht man Menschen auf Fotos auf Fuerteventura, tragen sie oft Kleidung, die man mit Kälte verbindet. Das stimmt so aber nicht. Der Schatten misst permanent ca. 25 Grad.
Selten wohnt man so wie im Bild oben. Die Bauweise auf der ganzen Insel ist mehrheitlich dem Meer abgewandt. Das verstehen wir als Binnenländler nicht. Normalerweise sitzt man hier unter freiem Himmel hinter Mauern. Das erweckt nach gewisser Zeit kein freies Lebensgefühl. Alles wirkt beengt und von der Welt abgeschottet. Wir finden bislang noch kein Haus für die neue Schamanenstube.
Die Tierwelt rund um viele Häuser besteht aus Kakerlaken und kleinen Ameisen. Kakerlaken folgen sehr stark Ordnungen. Wir denken, jeder kann vor einer Kakerlake mit dem Finger am Boden einen Weg zeichnen und sie wird diesem Weg folgen. Schamanisch gesehen sollte man also ein kakerfreies Haus erschaffen können.
Das "Ölige" findet sich auf den Gehwegen und auf spanischen Böden. Auf uns wirkt deshalb vieles etwas "schmuddelig". Es gibt aber auch andere Level.

Leben auf Fuerteventura?

67 EUR für eine private Krankenversicherung, zahlbare Mieten und sehr günstiges Einkaufen erhellen Fuerteventura. In Westeuropa wird es kaum einen viel günstigeren Ort als diese Insel geben. Das würde uns einen zeitlichen Freiraum schaffen, neu Fuss zu fassen. Es spricht viel für die Insel, sehr viel. Uns fehlt nur das richtige Haus. Fuerteventura bleibt für uns im Rennen. Es gibt zu viele Argumente, die für die Insel sprechen.
Ein Phänomen realisieren wir am ersten Tag zurück in der Schweiz: die Luft hier in der Schweiz ist so hart und "greifbar", dass wir das Gefühl haben, hier klarer zu denken. Das mag auch an der Kälte liegen.

Fuerteventura Bahiazul

Unser Bericht mag einige negative Seiten aufzeigen. Das ist uns sehr wichtig. Dieser Text hier hilft uns, Dinge einzuordnen. Beim Einordnen vereinfacht man Erlebnisse und wertet sie. Die Schamanenstube ist auf der Suche nach dem perfekten Ort fürs Alter. Wir lieben unsere Arbeit und wollen sie weiter machen. Dazu dürfen viele Dinge passen. Glück ist hier in Massen vorhanden. Auf Kreta war das Glück anders zu greifen. Das ist ein sehr spannender Unterschied.
Wir berichten weiter.




Der Schuschu Trommeltag startet bei strahlendem Januar-Wetter. Die Trommler tröpfeln ab 13:00 Uhr ein und wir sind völlig überrascht über die vielen Mitbringsel. Ich selbst darf mich nun Besitzer einer Eulenfeder, die an Grösse an eine Adlerfeder heranreicht nennen. Ich bedanke mich sehr und meine Begeisterung für die Feder lässt sich kaum ausdrücken! Es freut uns extrem, wie die Mitglieder mitdenken: neben vielen Leckereien und Verpfelgung brachte Nives sogar einen grossen Stapel Holz mit, der uns den Trommelraum im Holzofen erwärmte. - Das sind total liebevolle Gedanken und so stimmig für unsere Trommeltage. Danke schön!

Da wir einige Neutrommler begrüssen dürfen, findet erst mal im Räucherkreis eine kleine Besprechung des Tages statt. Es stehen verschiedene Dinge auf dem Programm und da ich weiss, wie sich so ein Trommeltag verzettelt, war es mein fester Vorsatz, wirklich alles durchziehen zu können. Das ist nicht einfach, aber wir haben es nach 12 Stunden dann glaub ich geschafft: jeder Wunsch konnte zumindest angegangen werden. Das find ich - ohne mir einen Stress damit zu machen - sehr wichtig: es gibt Menschen, die reisen von recht weit her an: der weiteste Besuch kam aus Bern, was mit dem Zug locker 2 Stunden Fahrt mit sich bringt für einen Weg.

Schamanische Reinigung



Traditionell wird natürlich erst mal geräuchert, jeder einzelne wird vom Salbeiduft umhüllt, begleitet von vielen Trommlern. Im Bild rechts eine selbstgemachte Rehtrommel, die nicht nur wundervoll klingt, sie ist auch speziell gefertigt und erregte allgemeines Aufsehen aufgrund der cleveren Spanntechnik. - Immer wieder ein Erlebnis, neue Trommeln bestaunen zu dürfen.

Den Tag im Nachhinein in seiner Abfolge einigermassen zusammen zu halten, ist sehr schwer. Wir haben auf jeden Fall viel diskutiert, lecker gegessen, einige Huckepack-Reisen gemacht, wovon Rion auch eine übernahm, was mir eine Verschnaufpause bereitete. Das find ich cool!

Das längste Ritual war die Ahnenspirale für Rion, die wir bereits im Dunklen abhielten. Dann erinnere ich mich, wie drei Menschen am Boden des Trommelraums nebeneinander lagen und wir herum trommelten. Das war sehr schön! - Noch vorher gabs Eilimpias:

Eilimpia



Die Deutung des Orakels stiess auf allgemeines Interesse und Begeisterung. Es kam so richtig “Ich will auch schauen”-Stimmung auf, was die Dynamik in der Gruppe aufleben liess.

Wir hatten einen Trommelkreis und eine Trommelspirale, bei der mir während eines schnellen Umlaufs die Idee kam, voll im Schuss die Richtung der Spirale zu ändern. Das klappte sehr gut. Beim gemeinsamen Trommeln im Kreis genoss ich einmal das Trommeln im Stehen, was mir das Gefühl gab, der ganze Boden fibriere und einmal im Sitzen. Ein eindrückliches Erlebnis.

In der grossen Pause genossen wir Köstlichkeiten: eine wirklich tolle Suppe, einen hervorragenden Linsensalat gepaart mit Hot-Sandwiches, begleitet von anregenden Gesprächen. Viel zu kurz ist wieder mal die Zeit, wir hätten noch Stunden da sitzen können.

Dieses Mal schafften wir es, kurz vor dem Umfallen um 01:00 Uhr morgens zu schliessen. Ein guter und freudvoller Tag!




Wir trafen uns dieses Mal in Feuerthalen am Fussballplatz. Eigentlich dachten zwei Mitglieder, dass sie alleine wären. Doch Angel nahm noch spontan ihre Freundin mit, welche noch nie an einem grossen Trommeln teilnahm. Zu unserer Überraschung fuhr auch Quelle, trotz Abmeldung - spontan zu unserem Treffpunkt und so sind wir zu viert an unseren schönen, neuen Trommelplatz gelaufen. Steil und qualvoll war der Aufstieg aber kurz.

Geisterrufen



Nach zwei Wochen Gewitter - spielte das Wetter genau heute mit; Eitler Sonnenschein und das Feuer wärmte auch den Geistern die Gemüter. Wir reinigten uns als erstes mit Trommelschlägen im Hintergrund, mit Angels wunderbar duftendem Salbei, dass teils sogar aus ihrem eigenen Garten kam. Danach trommelten wir zusammen um uns einzustimmen, immer mit einem Auge die herrliche Aussicht geniessend. So wie wir nach dem Trommeln vernommen haben, zogen wir einen Schutzkreis und alle riefen auch schon ihre Krafttiere an den Platz. So war die Einstimmung perfekt und wir konnten schon loslegen.

Unser Gast nahm die Decke und legte sich als erstes auf dem Boden um eine geführte Reise mit Angel zu machen. Zum Glück gab uns der Unterstand auch noch ein wenig Schatten ab, da es wirklich langsam heiss wurde. Die Reise ist sehr gut geglückt und wir hatten eine strahlende Frau in unserer Mitte. Wir besprachen wie immer die Reise und gaben unsere Gedanken dem Gast mit.

Schamanen Utensilien



Danach trommelten wir in Gedenken an Quelles Vater und Sie machte Ihre Reise dazu. - Liebe Quelle, wir danken Dir dafür, dass Du uns hast teilhaben lassen an diesem sehr erhabenen und doch sehr privaten Moment. - Es war eine kraftvolle Stimmung zu viert im Kreis. In der Snackpause gabs natürlich auch das eine oder andere "Neue" zu bestaunen oder auszuprobieren!

Leider musste dann als erstes unser Gast gehen und wir trommelten noch so einige Runden zu dritt weiter. Zwischendurch verzauberte die Adlerknochenflöte, in Begleitung der Trommeln die wunderbare Stimmung des Tages. Ebenso die neue Rassel der 1000 Schnäbel hatte ihrem Platz endlich gefunden und begann während dem Trommeln dauernd zu schwatzen. Die letzte Runde galt dem Platz danke zu sagen, den Kreis aufzulösen, den Geister zu danken und sie zu entlassen.

Tabakfallen



Es war ein prächtiger und zauberhafter Tag mit einer ausgesprochen harmonischen Runde. Es war schön den Trommeltag in der freien Natur geniessen zu dürfen und werden ihn wohl so auch weiterführen!

Schwirrholz



Wir nutzen das schöne Wetter und ich nehme mir einen Freitag von der Schamanenstube. Uns zog es in Richtung Weisskopfseeadler und natürlich Steinkäuze (Schuschus), also waren wir im Greifvogelpark Buchs. Wir lassen Bilder sprechen:





Ein liebevolles Zusammentreffen in kleiner Gruppe: uns lachte das Wetter und nach einem Spaghetti-Essen kugeln wir uns in die Sonne. Raus in die Wälder. Natürlich sehr zur Freude von Floh, die kühle Bächlein und die Kühle des Waldes sehr genoss.

Floh Hundeaugen



Wie immer: Thalia und ich finden nichts, aber wir dachten zu wissen, wo es durchgeht. So tappelten wir frohen Mutes in die Wälder. Und da wir uns schon bald auf Irrwegen befanden, geschah es natürlich: ein Milan (oder eher ein Habicht/Bussard?) landet direkt vor uns auf einem Baum. Gespannt bleiben wir stehen, was nun geschehen würde. Mit leisem Flüstern sprachen wir von der Feder, die der Vogel zu verlieren gedenkt und harrten der Dinge.

Bussard



Ein spannender Moment. Wir standen sehr nahe bei dem Tier, das sich in unserer Gegenwart gar nicht mal so unwohl zu befinden schien. Die Stille dauerte nicht allzu lange. Wir hatten erkannt, worum es ging: das Federngeschenk.



Erstaunlicher Weise setzt er zum Abflug direkt auf uns zu an und verliert dabei die für jemanden aus der Gruppe bereitgehaltene Feder. Bis er schliesslich majestätisch an uns vorbeifliegt und uns dabei die ganze Zeit anschaut. Das war ein sehr eindrückliches Erlebnis. Wir alle vier, inklusive Floh, stehen mit offenen Mündern da und staunen. Fast mit einem Lächeln, das sogar etwas schelmisch wirkt, spreizt er seine Flügel, um dicht an uns zu winken und verabschiedet sich über unsere Köpfe.

Die Fotos wurde allesamt nicht wirklich scharf, es war nicht gerade einfach, diesen Moment festzuhalten. Im tiefen Wald, ganz allein ereignete sich dieses Schauspiel. Und das Tolle dabei: er liess seine Feder fallen, frisch ab Vogel. Der etwas schelmische Eindruck wurde uns dann schon klar, als wir die Feder herunterschweben sehen und sie sich in einem hohen Bäumchen verfängt. So übt sich Thalia in der Bäumchen Schüttel Dich - Technik, was die Feder zu Boden gleiten lässt.

Das kleine Wunder im Wald lässt uns aktiv werden, beflügelt uns und so kommt die liebe Begleitung zu einer Feder, die wir alle sehr bestaunen. Es ist schon was besonderes, so eine Feder frisch ab Vogel. Ganz was besonderes. Wir freuen uns alle sehr.

Unseren Weg setzen wir beglückt fort und gelangen über Steilhänge immer tiefer in den Wald hinein. Mitten drin, im Steilhang hängend, ich gerade mal wieder aufgrund älterer Turnschuhe den Berg runter rutschend an der Federträgerin vorbei, klingelt ihr Telefon. Sie kann sich kaum halten vor Lachen, als sie mich vorbeirutschen sieht und ich gleite elegant an ihr vorbei.

Mystischer Brunnen im Wald



Wir werden belohnt für den Aufstieg durch einen verzauberten Brunnen, der Frische und Kühle spendet.

Vogelnest



In einer Ecke eines grossen Vogelhauses mitten im Wald entdeckt Thalia noch was ganz Feines und berichtet mit flüsternder Stimme von dem kleinen Schatz, dem wir in gebührendem Abstand kurz begegnen dürfen. Ein Vogelnest mit Jungvögeln drin.

Holz Obelisk



Nun, wir haben uns verlaufen im Wald und kommen an einer Stelle raus, die ca. 4 km weiter weg ist als dort, wo wir planten. Unser Ziel war eigentlich eine Berghütte mit Bergbeiz. Ein seltsamer Obelisk mit Bedachung weist uns das Ende des Weges und wir kehren um in die Zivilisation. Aber nicht für lange: mit dem Auto finden wir die Bergbeiz und geniessen bei erfrischenden Getränken tiefgehende und stärkende Geschichten und Gespräche.

Auf dem Rückweg begegnen uns noch Johanniskraut und noch ein Kraut, dessen Namen mir gerade schon wieder entfällt.

Das Johanniskraut wird angesetzt: ich kenne kein besseres Mittel gegen Verbrennungen:

Johanniskraut Öl ansetzen


Johanniskrautöl




Mehrere Mitglieder der Trommelgruppe Schuschu haben die Seminare von Georg O. Gschwandler besucht und finden sich zusammen, um gemeinsam ihre Übungen zu machen. Neben vielen Praktiken zum Aufbau des Energiekörpers, gibts auch das sog. “schamanische Gehen”. Im Bild die Folgen davon…

Schamanisches Gehen



Schamanisches Gehen


Wir haben einen erquickend fröhlichen und befreienden Tag erlebt. Nach den Energiekörperübungen machten wir uns auf ins Zürcher Oberland und gingen durch wunderschöne Landschaften. Das schamanische Gehen lässt nicht wirklich einen Standard-Blick auf die Landschaft zu, sondern dient vielen anderen Dingen. Auf einem Hügel, den wir mühelos erklommen angekommen, setzten wir uns hin und übten das Starren in aller Ruhe.

Die Ruhe wich innerer Energie, die aufkaum und einige im Übermut sich den Hügel wieder runterkullern liess. Es quieckte und es rollten Körper die Wiesen herunter. Blind gingen sie danach auch noch eine rechte Strecke und wir zogen die Probanten aus der Ferne jeweils wieder gerade, wenn die Richtung schlimmeres befürchten liess.
Spannend! Und eindrucksvoll zugleich!

Schuschubier



Mit gemeinsamen Grillen, der Weihe einiger Schamanenspiegel und dem Einsatz der Donnertrommel der Schamanenstube verbringen wir den Abend und bis in die Morgenstunden diskutieren wir weiter.

Müde fiel Floh auf dem Rentierfell in tiefen, gesunden Schlaf:

Langhaarschäfer



Was für ein schöner Tag!
Oben drein ergaben sich aus ein paar Blödeleien noch die Idee für ein Schuschu-Tanz-Logo:

Schamanentanz



Das Schuschu Maitrommeln verlegen wir dieses Mal aufgrund des schönen Wetters kurzfristig nach Appenzell ins Tipi von Nives. Wir freuen uns wieder wie kleine Kinder, die Athmosphäre des Tipis geniessen zu dürfen.

Spiraltrommeln



Es finden sich el moro mit Frau in Partnerlook-Trommeln ein, Angel mit strahlendem Gesicht. Mit Nives, Thalia und mir sind wir sieben. Eine schöne, kleine Runde. Nives hat das Tipi wieder einmal äusserst liebevoll eingerichtet und vorbereitet. Frisches Stroh, neue Sitzgelegenheiten und ein schon brennendes Feuer in der Mitte des Kreises erwartet uns. Danke liebe Nives! froi

Tipi Blick nach aussen



Ein erstaunliches Rufen der Geister erleben wir durchs mitgebrachte Sauseding (Schwirrholz). Das ist ein Holzstück, das über dem Kopf geschwungen wird und einen brummenden Ton von sich gibt. Die Schmetterlinge der Umgebung fühlen sich von diesem Brummen magisch angezogen und vollführen waghalsige Flugmanöver durch den Schwingkreis hindurch.

El moro schafft es auf mindestens vier Schmetterlinge, die um ihn kreisen. Das scheint ein richtiger Schmetterlingtag zu werden, wie sich bei den späteren Reisen auch herausstellt.

Fantastisch!



Das Trommeln im Tipi hatte wieder seinen besonderen Reiz. Der Ausblick durch die Rauchöffnung oben in den blauen Himmel, das Grün der frisch im Saft stehenden Bäume und der leicht tragende Wind erfüllen uns mit einem sehr naturverbundenen Gefühl.

Wir trommeln erst el moro in den Boden, der dann mit einem Schmetterling die turbulenten Flugmanöver durch die Anderswelten fortsetzt, getragen durch das Windhorn. Angel macht eine Reise zu den inneren Instinkten und lässt in einer weiteren Session ihre Trommel wieder einmal so richtig hochleben.

Eine besondere Freude war es, Angel mit freudig strahlendem Gesicht zu sehen und gemeinsam zu plaudern. Eine gute Runde!


Tipi mit Schamanentrommel Aussicht Wald



Uns lacht die Sonne durch die Wälder oben im Appenzellerland und Nives öffnet den Blick in die Bäume. Wir geniessen einfach… Es war toll! Ein paar Impressionen:

Tipi Frühling Trommelkreis


Schamanischer Garten


Der Geist des Schmetterlings



Die Zeit vergeht uns wie immer im Flug und die ersten müssen schon die Heimreise antreten. Die Sonne zeigt mit ihrem Hervorschauen um die Baumwipfel an: es wird Zeit für einen Snack.

Kochen im Tipi



Unsere Rucksack-Verpflegung übertrifft wieder einmal alles. Wir bereiten uns ein köstliches Mal aus allerlei verschiedenen Zutaten, von feinen Gemüse-Spiesschen über Grillcheese, Haloumi und Quorn-Plätzchen. Ein spezielles Mal, bei welchem wir uns mit dem Rest Met und australischem Wein vergnügen.

Der Verdauungsspaziergang wird von Django angeführt, der uns bergauf in mystisches Licht getauchte Gegenden führt.


Bienenschwarm an der Rebe



Wir dürfen Zeuge werden, wie sich ein Bienenschwarm an einer Rebe niedergelassen hat und den ganzen Stamm mit Bienen einpackt. Der süsslich-säurerliche Duft des Schwarms steigt in unsere Nasen und lässt uns teilhaben an der Kommunikation des Schwarms. Ein faszinierendes Schauspiel.

Mystische Nacht im Appenzell



Die Gegend ist bezaubend. Das prachtvolle Rot des Sonnenuntergangs ist kaum mit einer Kamera einzufangen. Dieses Mal war ich schlauer und hab das Stativ dabei gehabt:

Tipi by Night



Wir trommeln aus dem Tipi über die Hügel, durch die Wälder und unsere Klänge verlieren sich wohl irgendwo in den Tiefen Appenzells. Einfach gigantisch!

Lagerfeuer im Tipi



Wir begehen unser Beltane-Fest dieses Jahr im Appenzell bei einer liebgewonnenen Freundin und mit lieben Freunden. Uns erwartet am frühen Nachmittag ein wunderschön vorbereiteter Festplatz: ein grosses Tipi, das liebevoll eingerichtet und vorbereitet ist. Eine richtige Augenweide und die Vorfreude dürfen wir wie kleine Lichtfünklein hierher tragen und zuschauen, wie sich sich quirlig um den Ort scharen.

Beltane im Tipi



Allerlei Wildes und Kräftiges begleitet uns auf dem Weg zum Beltane-Festplatz, was uns zugleich Leichtigkeit und Tiefe der Natur nahe bringt uns beides auf mystische Weise miteinander verbindet: Ein Naturfest, aus der Tiefe des Erdreichs hoch in glitzernden Himmel. Wow. Wir freuen uns riesig über diese Gefühle und diese bezaubernde Stimmung.

Wir lassen uns ins Tipi geleiten und geniessen das erste Mal den heiligen kreisrunden Raum. Hier die Beine unserer Gastgeberin, deren Vorbereitungsarbeit wird erst im Tipi drin so richtig erkennen können. Der innere Raum ist mit frischem Stroh ausgelegt, viele Sitzgelegenheiten finden sich, die Feuerstelle ist vorbereitet, die Räucherwaren liegen parat. Wir freuen uns wie kleine Kinder über den geschaffenen Raum und die wohlige Athmosphäre.

Fetisch Schamanismus



Floh erkundet den Innenraum, während wir uns setzen und so richtig ankommen. Unser Auto war vollbepackt und wir dürfen uns einrichten. Da erscheinen schon die nächsten Strahlegesichter und kommen den Weg zum Tipi hoch. Schön so ein Zusammentreffen an so einem freudvollen Ort.

Nach einem kleinen Rauchopfer für die Ortsgeister hilft Alivia tatkräftig mit beim Feuermachen und trägt sogar mehr Holz rein, als die anderen. Es macht ihr sichtlich Freude so ein Tipi-Leben. Nach einigen Gedanken über den Rauchabzug in so einem Tipi finden wir heraus, wie das ganze funktioniert. Die gen Himmel reichenden Tipistangen mit geöffneten Obertuch lassen den Rauch hinaus und bieten zugleich einen freien Blick auf Himmel und Frühlings-Bäume. Einfach ein zauberhaftes Bild.

Tipi



Das Tipileben erfüllt alle mit freudigem Treiben. Es ist ein Mix aus Lagerfeuerstimmung und heiligem Raum mit Familienleben. Wirklich eine spezielle Erfahrung in so einem Tipi: vieles ist einfach so möglich, alles wird leicht. Kindliche Freude beim Spielen und Krabbeln im Stroh mit vergnügtem Quietschen. So lässt sich’s leben! Die Sonne meint es tagsüber gut mit unserer Beltane-Feier und flugs wird ihnen Einlass gewährt. Der Ort um Nives Appenzellerhaus ist erfüllt von Frühlingsbäumen und Vogelgezwitscher. Kein Autolärm, keine Flugzeuge, einfach nur pure Naturgeräusche. Die Hängematte zum Geniessen finden vollen Anklang!

Sweetgras



Nives beweist einmal mehr ihren Geschmack beim Einrichten und zaubert mit wenigen Handgriffen Stilvolles. Der Duft von Sweetgras erfüllt das Tipi und lässt die Leichtigkeit durch den Raum tanzen. Sehr schön! Man macht sich vielleicht eine falsche Vorstellung von der Grösse des Innenraums eines Tipi: da ist wirklich massig Platz und Bewegungsfreiheit:

Essen im Tipi



Mit dem Eintreffen von Farbenmeer ist unsere Runde komplett und wir stärken uns erst einmal mit einem üppigen Lagerfeuer Mahl der verschiedensten Farben. Eine Maibowle krönt unser gemütliches Essen und die vom Tipi umrundeten Runde findet sich in verbindender Stimmung. El moro begleitet uns im Geiste durch den Hobo, welchen wir als Räuchergefäss neben dem Feuer verwenden und uns mit Wachholder, Farn, Moosen, Mistel und vielen weiteren feinen Düften auf die Beltane-Nacht einstimmen.

Die Nacht bricht langsam herein und führt eine mystische Stimmung herbei, fast gleich einer warmen Sommernacht.

Frühlingsnacht Beltane



Die Stimmung ist grossartig. Der Mond geht orangerot auf am Appenzeller Himmel. Nives und Rion verschieben gemeinsam die Stangen und finden die perfekte Öffnung für die Wärme im Tipi. Gemütlichkeit und wohlige Wärme ziehen ein in unseren Kreis.

Mystisches Tipi im Nachthimmel



Wir räuchern wohlige Düfte, auch gedenken wir unseren Freunden und räuchern A.’s Geschenke an uns: feinste Tabake mit süsslichem Tragen. Gemeinsames Trommeln im dieser harmonischen Runde bringt ganz neue, ungeahnte Tiefen hervor. Selten erlebt man so tiefgehendes, wohltuendes, kraftvolles und naturgewaltiges Trommeln. Was für ein Beltane! - Es ist nicht in Worte zu fassen, wie wir uns fühlen!



Die Geister raunen mit unseren Trommelklängen und begrüssen uns neugierig und voller verströmendem Wohlgefühl. Das Tipi füllt sich mit allerlei Anwesenheiten, alle bereit zum Fest, alle liebevoll und kräftig uns umringend. Es ist einfach fantastisch!

Ganz in der Tradition von Beltane stimmen wir uns weiter ein. Was haben wir seit Imbolc gesäht, gehegt und in unser Sonnenjahr hineingepflanzt. Was davon darf sich nun in unbändiger Kraft entwickeln und wachsen aus sich heraus. Wir erzählen uns in der Runde am Feuer von unseren Träumen und Plänen, unserem Tun und Werden. Die Ahnen hören uns gespannt zu, so hab ich den Eindruck. Unser Beltane wird zu einem Ahnenfest, alle sind sie geladen und alle haben sie Freude am gemeinsamen Sein. Nach einem wirklich sagenhaft erfüllendem Trommeln diskutieren wir unsere Reisen in verbundener Freundschaft und lassen die Geister des Feuers uns umgarnen und uns Wege aufzeigen. Ich erlebe selten so viel Tiefgehendes und Befreiendes, wie in unserer Trommelrunde zu Beltane! - Was für eine Nacht!

Schamanen Tipi



Dort oben am Berg wird man uns weit herum gesehen und unsere Trommeln gehört haben. Weit hinaus haben wir Liebe und Freundschaft getragen aus unseren inneren Feuern in unserem Kreis zu Beltane! Gegen drei Uhr morgens beendet heftiger Regen unsere markerfüllende Runde und wir geniessen Nives Gastfreundschaft in den verschiedenen Räumen ihres Hauses. Des Morgens bereitet uns Rion schon ein warmes Tipi mit Frühstücksbuffet und fröhlichem Lächeln. Unser Hobo macht uns Kaffee im Tipi und wir sitzen gemütlich noch lange in den Tag hinein beisammen.

Ein grosses, wirklich grosses Dankeschön an unsere liebe Gastgeberin! Wir werden dieses Fest noch lange in Erinnerung tragen und mich daran erfreuen!




Unser Trommeltag beginnt mit dem Eintreffen der ersten Trommler. Nives setzt sich mit uns im Garten auf die Bank vor dem Trommelraum und wir geniessen die wärmende Sonne und freuen uns, einfach zu sein. Apollon gesellt sich dazu und bilden die erste Gesprächsrunde. Eine neue Mistel findet den Weg in unsere Verarbeitungsmaschinerie (Messer und Wiegemesser). Kuma schenkt uns einen Smudgestick, was uns sehr freut: Danke Euch schön!


El Moro gesellt sich dazu und es ergibt sich eine Männerrunde in der Küche bei Kaffee und geköpften Osterhasen. Der Kaffeeduft liess die mittlerweile zahlreichen Damen hochlocken und wir bilden eine freudige Runde in der Küche. Wird wohl Zeit fürs Trommeln!

Farbentrommeln



Nives und el Moro übernehmen das Absmudgen und wir kommen zügig voran. Das Wetter spielt nicht mit und wir verwerfen Gedanken an ein Waldtrommeln, sondern trommeln uns ein erstes Mal richtig ein. El moro übernimmt das Geisterrufen, umrundet von aktivem und äusserst kraftspendendem Trommeln. Sehr schön!


Farbenmeer erscheint mit einer Steinbock-Trommel aus Bachmanns Fundus, die erst mal etwas nachgespannt werden darf. Kuma zeigt uns die unglaubliche Wasserbüffeltrommel von Remue und wir staunen über die Dicke des Fells und den satten Klang. Rions Remodrum hat etwas gelitten und die Rettungsversuche scheitern erst einmal. Rahmen und Remo-Fell werden benutzbar sein, aber so wie es ausschaut, muss sie fein säuberlich auseinander genommen werden. Die Remo wurde wahrscheinlich nass und hat an einer Stelle eine ungewöhnliche Welle. Das könnte noch spannend werden, wie man sie weiter verwenden kann.

Unser erstes Vorhaben widmet sich Rion, die wir gerne betrommeln und sie dazu in der Mitte der Gruppe reist. Bei 9 Trommlern tönt das gewaltig. Rion erlebt eine aufregende Reise, die sie uns detailliert berichtet.
Im Kreis des ersten Krafttankens an dem reichhaltigen Büffet, das sich wieder einmal farbenprächtig präsentiert, ergeben sich Berasselungsgespräche. Drei dürfen berasselt werden und drei Rasseln, begleitet von drei Trommlern.



Trommel mit Gesicht



Wir teilen den Trommelraum auf in drei Ecken, in welchen je einer mit Rasselarbeit zu Gange ist. Der Raum füllt sich mit Gerassel, sanftem und heftigem, wieder sanften und interessanter Weise im Einklang mit allen Rasseln im Raum. Ich selbst hab nicht viel davon mitbekommen, ich war in meiner Arbeit versunken. Rasselarbeit ist gerne körperlich sehr schweisstreibend, aber eine erfüllende Sache. Ich hab Freude am Rasseln.
In einer zweiten Runde legen sich noch zwei weitere in paralleler Ausrichtung zum Berasseltwerden hin und el moro und ich teilen uns die Arbeit. Im Raum findet sich ein kleines fremdes Wesen, das darauf aus war, Kraft zu ziehen und sich anhaftete, allerdings in einiger Entfernung. Ich folge dem Rat der Geister, es mit Saugtechnik zu entfernen und bugisiere einen Bergkristall in meinen Mund, der mir als Schutz und zugleich Falle dient. Eine sehr interessante Arbeit.

Wieder ist viel Zeit vergangen und wir finden uns in der Küche zum Essen ein. Es gibt Suppe und Fingerfood mit feinen Dipps. Die Runde geniesst und unterhält sich sehr angenehm. Es ergeben sich weitere Arbeitswünsche. El moro möchte ein Heilritual durchführen und ich schlage dazu einen Heilkreis vor. Flugs sind wir auch schon mitten in der Arbeit. Den Heikreis bereite ich mit einer Kerzenmeditation vor und gleich in einem Fluss baut el moro seinen heiligen Raum innerhalb des Kreises auf. Der Kreis fühlte sich für mich sehr kraftvoll und richtig an. El moro erledigt zwei gewichtige Arbeiten, die wir durch unsere wirkende innere Kraft unterstützen dürfen. Es wird deutlich, wie stark so eine Arbeit sein kann und der Schutz der Mitwirkenden perfekt aufgebaut werden kann. Ich werte die Arbeit als äusserst produktiv und routiniert. Super gemacht!

Es findet sich im Anschluss eine Trommelweihe für Kumas Wasserbüffel, was ich ebenso als schöne Arbeit empfand. Eingeleitet von der Gruppe reist Kuma zum Geist des Büffels, und übernimmt während der Reise das Trommeln bei deren Vorstellung für ihre Geister. Mir hat das sehr zugesagt und fühlte sich stimmig an. "Etwas fehlt", aber wir kommen nicht drauf.

Den Abschluss bilden wir mit Farbenmeers Reise zur Krafttierpflege, die sehr intensiv und bewegend wurde. Lange positive Diskussionen folgen. Ich danke Farbenmeer für ihr offenes Schildern der Reise. Wir enden mit einer Diskussion über Kraft, Lebenskraft. Wie man sie findet, sich stärkt und wie schlimm das Wort Batterie sich auswirken kann.

Ich freue mich über diesen tief gehenden, produktiven und stimmigen Tag. Danke Euch allen!




Omega 3

Der Schuschu Trommeltag begann mit einer eindrücklichen Vorführung der Einnahme von Omega-3 Fettsäuren, die uns Rion gleich vorbeibrachte: wir waren danach so was von blitzgescheit, dass wir erst mal ein paar Stündchen mit philosophieren verbrachten und uns dabei spritzig gut unterhielten.

Das Wetter spielte mit bei unserem Trommeltag und so kam A. auf die Idee eines Waldtrommelns, worin alle begeistert einstimmen.


Wir treten den Abstieg in ein Tösstaler Wäldchen an und spazieren in guten Gesprächen und Gedanken auf den Pfaden durch einen zum Frühling langsam erwachenden Wald. Überall spriessen junge Triebe aus dem Waldboden und vermitteln ihren frischen Lebenswillen. Das wirkt sich auf den einen oder anderen Jungspunt aus und es kommt zu spontanen Glücksspringen in grossem Tempo über die Waldwege:

Wald Spaziergang



Vorbei an einigen prachtvollen Eiben hören wir schon den Wasserfall, der uns mit seinem Getose lockt.

Waldlauf



Nach einem kleinen Rauchopfer für die Geister der grossen Felsen, zücken wir unsere Instrumente und trommeln für die Geistwesen im Wald und um die grossen Felsen. Das Trommeln war von Echos der Felswände getragen und so hatte man das Gefühl, egal wo man sich befindet, man stünde immer direkt neben anderen Trommlern.

Wasserfall



A.’s Adlerknochenflöte durchziehen sanft das stimmungsvolle Trommeln und untermalen das vom Fels herunterplätschernde Wasser. Ein schönes Gefühl, das wir bis zum definitiven Ausleiern der Felltrommeln wegen der Luftfeuchtigkeit auskosten dürfen.

Beim Aufstieg zurück in den Wald finden sich selten seltsame Böppeli in Nives Händen:

Wildschweinböppel



Der aufsteigende Hunger wird durch diesen Anblick etwas geschmälert und el moro findet auf einer einsamen Anhöhe im Wald einen schönen Aussichtsplatz, der zu einem Feuerchen lockt.

Unterstützt durch Trommeln und Rasseln schafft es A. und Nives, das Feuer zu entfachen. Das erste Feuer in freier Natur dieses Jahr ist zwar noch etwas rauchig, aber es wärmt und lässt uns gemeinsames Trommeln ums Feuer erleben. Der Rauch schlängelt sich an den Baumstämmen vorbei über die Anhöhe hinaus.

Schamanen Rasseln



Unser kleines Feuer animiert zu Lebenslust, auch bei A.’s Hund, der liebend gerne Stöckleinspiele verantstaltet und das Rumtollen im Wald sichtlich geniesst. Das Sein im einsamen Wald ist schön und vermittelt die ersten Ahnungen, wie es ist, wenn der Frühling wieder voll da ist und der neue Sommer naht.

Wald Trommelgruppe



A. spielt uns mit verschiedensten Maultrommeln Melodien vor, was wunderbar in den Wald und die Athmosphäre passt. Ein rundum schönes Walderlebnis…

Spiralentrommel



Das Hungergefühl meldet sich wieder und wir treten den Rückweg zur Trommelstube an. Spaghetti mit Tomaten-Karotten-Sauce, feinem frisch geriebenem Reibkäse und Salaten bereiten wir uns zu. Das Essen wird zu einer Gesprächsrunde mit jeweils zwei unterschiedlichen Themen, denen wir aufgrund der Omega3-Fettsäuren parallel folgen können und zu einigen interessanten Aussagen kommen. Danebst teilen wir persönliche Geschichten aus unseren Leben, die die Themen lebhaft untermauern.

Wir merken nicht, dass wir den ganzen Topf beim Reden weggeputzt haben und sitzen auf einmal mit kugelrunden Bäuchen in unseren Stühlen. A.’s eigens gebackene Apfelwähe sieht aber so köstlich aus, dass wir es uns nicht nehmen lassen, davon auch noch ein Stück zu kosten. Sie ist ausgezeichnet, lieber A.!

Um unseren Körpern die Bewältigung des überschwänglichen Essens zu gönnen, vertiefen wir uns weiter in unsere Gespräche, immer noch Stereo und kommen mit Kaffee und Amaretto in eine wohlige Ruhe.

Gegen 21:00 Uhr wirds dann doch Zeit, dem Trommelraum einen Besuch abzustatten. Wir haben uns dermassen gut an diesem Tag zu einem Einklang gefunden, dass unsere Trommeln meisterhaft schamanische Trommelklänge hervorbringen und wir diesen Einklang, der über uns hinaus den Raum erfüllt, einfach nur geniessen dürfen. Eine kleine Kerzenarbeit und eine Trommelsitzung für Nives und el moro runden die Arbeiten im Kerzenlicht ab.

Wassertrommel



Schön wars, wirklich schön! - Danke Ihr Lieben für diesen friedvollen und spannenden Tag!