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Schamanisches Trommeln

Unser Trommeltag beginnt mit dem Eintreffen der ersten Trommler. Nives setzt sich mit uns im Garten auf die Bank vor dem Trommelraum und wir geniessen die wärmende Sonne und freuen uns, einfach zu sein. Apollon gesellt sich dazu und bilden die erste Gesprächsrunde. Eine neue Mistel findet den Weg in unsere Verarbeitungsmaschinerie (Messer und Wiegemesser). Kuma schenkt uns einen Smudgestick, was uns sehr freut: Danke Euch schön!

El moro gesellt sich dazu und es ergibt sich eine Männerrunde in der Küche bei Kaffee und geköpften Osterhasen. Der Kaffeeduft liess die mittlerweile zahlreichen Damen hochlocken und wir bilden eine freudige Runde in der Küche. Wird wohl Zeit fürs Trommeln!

Nives und el moro übernehmen das Absmudgen und wir kommen zügig voran. Das Wetter spielt nicht mit und wir verwerfen Gedanken an ein Waldtrommeln, sondern trommeln uns ein erstes Mal richtig ein. El moro übernimmt das Geisterrufen, umrundet von aktivem und äusserst kraftspendendem Trommeln. Sehr schön!

Farbenmeer erscheint mit einer Steinbock-Trommel aus Bachmanns Fundus, die erst mal etwas nachgespannt werden darf. Kuma zeigt uns die unglaubliche Wasserbüffeltrommel von Remue und wir staunen über die Dicke des Fells und den satten Klang. Rions Remodrum hat etwas gelitten und die Rettungsversuche scheitern erst einmal. Rahmen und Remo-Fell werden benutzbar sein, aber so wie es ausschaut, muss sie fein säuberlich auseinander genommen werden. Die Remo wurde wahrscheinlich nass und hat an einer Stelle eine ungewöhnliche Welle. Das könnte noch spannend werden, wie man sie weiter verwenden kann.

Schamanentrommeln

Unser erstes Vorhaben widmet sich Rion, die wir gerne betrommeln und sie dazu in der Mitte der Gruppe reist. Bei 9 Trommlern tönt das gewaltig. Rion erlebt eine aufregende Reise, die sie uns detailliert berichtet.
Im Kreis des ersten Krafttankens an dem reichhaltigen Büffet, das sich wieder einmal farbenprächtig präsentiert, ergeben sich Berasselungsgespräche. Drei dürfen berasselt werden und drei Rasseln, begleitet von drei Trommlern.

Versteckende Trommel


Wir teilen den Trommelraum auf in drei Ecken, in welchen je einer mit Rasselarbeit zu Gange ist. Der Raum füllt sich mit Gerassel, sanftem und heftigem, wieder sanften und interessanter Weise im Einklang mit allen Rasseln im Raum. Ich selbst hab nicht viel davon mitbekommen, ich war in meiner Arbeit versunken. Rasselarbeit ist gerne körperlich sehr schweisstreibend, aber eine erfüllende Sache. Ich hab Freude am Rasseln.
In einer zweiten Runde legen sich noch zwei weitere in paralleler Ausrichtung zum Berasseltwerden hin und el moro und ich teilen uns die Arbeit. Im Raum findet sich ein kleines fremdes Wesen, das darauf aus war, Kraft zu ziehen und sich anhaftete, allerdings in einiger Entfernung. Ich folge dem Rat der Geister, es mit Saugtechnik zu entfernen und bugisiere einen Bergkristall in meinen Mund, der mir als Schutz und zugleich Falle dient. Eine sehr interessante Arbeit.

Wieder ist viel Zeit vergangen und wir finden uns in der Küche zum Essen ein. Es gibt Suppe und Fingerfood mit feinen Dipps. Die Runde geniesst und unterhält sich sehr angenehm. Es ergeben sich weitere Arbeitswünsche. El moro möchte ein Heilritual durchführen und ich schlage dazu einen Heilkreis vor. Flugs sind wir auch schon mitten in der Arbeit. Den Heikreis bereite ich mit einer Kerzenmeditation vor und gleich in einem Fluss baut el moro seinen heiligen Raum innerhalb des Kreises auf. Der Kreis fühlte sich für mich sehr kraftvoll und richtig an. El moro erledigt zwei gewichtige Arbeiten, die wir durch unsere wirkende innere Kraft unterstützen dürfen. Es wird deutlich, wie stark so eine Arbeit sein kann und der Schutz der Mitwirkenden perfekt aufgebaut werden kann. Ich werte die Arbeit als äusserst produktiv und routiniert. Super gemacht!

Es findet sich im Anschluss eine Trommelweihe für Kumas Wasserbüffel, was ich ebenso als schöne Arbeit empfand. Eingeleitet von der Gruppe reist Kuma zum Geist des Büffels, und übernimmt während der Reise das Trommeln bei deren Vorstellung für ihre Geister. Mir hat das sehr zugesagt und fühlte sich stimmig an. "Etwas fehlt", aber wir kommen nicht drauf.

Den Abschluss bilden wir mit Farbenmeers Reise zur Krafttierpflege, die sehr intensiv und bewegend wurde. Lange positive Diskussionen folgen. Ich danke Farbenmeer für ihr offenes Schildern der Reise. Wir enden mit einer Diskussion über Kraft, Lebenskraft. Wie man sie findet, sich stärkt und wie schlimm das Wort Batterie sich auswirken kann.

Ich freue mich über diesen tief gehenden, produktiven und stimmigen Tag. Danke Euch allen!




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