Schamanismus

Ein liebevolles Zusammentreffen in kleiner Gruppe: uns lachte das Wetter und nach einem Spaghetti-Essen kugeln wir uns in die Sonne. Raus in die Wälder. Natürlich sehr zur Freude von Floh, die kühle Bächlein und die Kühle des Waldes sehr genoss.

Floh Hundeaugen



Wie immer: Thalia und ich finden nichts, aber wir dachten zu wissen, wo es durchgeht. So tappelten wir frohen Mutes in die Wälder. Und da wir uns schon bald auf Irrwegen befanden, geschah es natürlich: ein Milan (oder eher ein Habicht/Bussard?) landet direkt vor uns auf einem Baum. Gespannt bleiben wir stehen, was nun geschehen würde. Mit leisem Flüstern sprachen wir von der Feder, die der Vogel zu verlieren gedenkt und harrten der Dinge.

Bussard



Ein spannender Moment. Wir standen sehr nahe bei dem Tier, das sich in unserer Gegenwart gar nicht mal so unwohl zu befinden schien. Die Stille dauerte nicht allzu lange. Wir hatten erkannt, worum es ging: das Federngeschenk.



Erstaunlicher Weise setzt er zum Abflug direkt auf uns zu an und verliert dabei die für jemanden aus der Gruppe bereitgehaltene Feder. Bis er schliesslich majestätisch an uns vorbeifliegt und uns dabei die ganze Zeit anschaut. Das war ein sehr eindrückliches Erlebnis. Wir alle vier, inklusive Floh, stehen mit offenen Mündern da und staunen. Fast mit einem Lächeln, das sogar etwas schelmisch wirkt, spreizt er seine Flügel, um dicht an uns zu winken und verabschiedet sich über unsere Köpfe.

Die Fotos wurde allesamt nicht wirklich scharf, es war nicht gerade einfach, diesen Moment festzuhalten. Im tiefen Wald, ganz allein ereignete sich dieses Schauspiel. Und das Tolle dabei: er liess seine Feder fallen, frisch ab Vogel. Der etwas schelmische Eindruck wurde uns dann schon klar, als wir die Feder herunterschweben sehen und sie sich in einem hohen Bäumchen verfängt. So übt sich Thalia in der Bäumchen Schüttel Dich - Technik, was die Feder zu Boden gleiten lässt.

Das kleine Wunder im Wald lässt uns aktiv werden, beflügelt uns und so kommt die liebe Begleitung zu einer Feder, die wir alle sehr bestaunen. Es ist schon was besonderes, so eine Feder frisch ab Vogel. Ganz was besonderes. Wir freuen uns alle sehr.

Unseren Weg setzen wir beglückt fort und gelangen über Steilhänge immer tiefer in den Wald hinein. Mitten drin, im Steilhang hängend, ich gerade mal wieder aufgrund älterer Turnschuhe den Berg runter rutschend an der Federträgerin vorbei, klingelt ihr Telefon. Sie kann sich kaum halten vor Lachen, als sie mich vorbeirutschen sieht und ich gleite elegant an ihr vorbei.

Mystischer Brunnen im Wald



Wir werden belohnt für den Aufstieg durch einen verzauberten Brunnen, der Frische und Kühle spendet.

Vogelnest



In einer Ecke eines grossen Vogelhauses mitten im Wald entdeckt Thalia noch was ganz Feines und berichtet mit flüsternder Stimme von dem kleinen Schatz, dem wir in gebührendem Abstand kurz begegnen dürfen. Ein Vogelnest mit Jungvögeln drin.

Holz Obelisk



Nun, wir haben uns verlaufen im Wald und kommen an einer Stelle raus, die ca. 4 km weiter weg ist als dort, wo wir planten. Unser Ziel war eigentlich eine Berghütte mit Bergbeiz. Ein seltsamer Obelisk mit Bedachung weist uns das Ende des Weges und wir kehren um in die Zivilisation. Aber nicht für lange: mit dem Auto finden wir die Bergbeiz und geniessen bei erfrischenden Getränken tiefgehende und stärkende Geschichten und Gespräche.

Auf dem Rückweg begegnen uns noch Johanniskraut und noch ein Kraut, dessen Namen mir gerade schon wieder entfällt.

Das Johanniskraut wird angesetzt: ich kenne kein besseres Mittel gegen Verbrennungen:

Johanniskraut Öl ansetzen


Johanniskrautöl




Mehrere Mitglieder der Trommelgruppe Schuschu haben die Seminare von Georg O. Gschwandler besucht und finden sich zusammen, um gemeinsam ihre Übungen zu machen. Neben vielen Praktiken zum Aufbau des Energiekörpers, gibts auch das sog. “schamanische Gehen”. Im Bild die Folgen davon…

Schamanisches Gehen



Schamanisches Gehen


Wir haben einen erquickend fröhlichen und befreienden Tag erlebt. Nach den Energiekörperübungen machten wir uns auf ins Zürcher Oberland und gingen durch wunderschöne Landschaften. Das schamanische Gehen lässt nicht wirklich einen Standard-Blick auf die Landschaft zu, sondern dient vielen anderen Dingen. Auf einem Hügel, den wir mühelos erklommen angekommen, setzten wir uns hin und übten das Starren in aller Ruhe.

Die Ruhe wich innerer Energie, die aufkaum und einige im Übermut sich den Hügel wieder runterkullern liess. Es quieckte und es rollten Körper die Wiesen herunter. Blind gingen sie danach auch noch eine rechte Strecke und wir zogen die Probanten aus der Ferne jeweils wieder gerade, wenn die Richtung schlimmeres befürchten liess.
Spannend! Und eindrucksvoll zugleich!

Schuschubier



Mit gemeinsamen Grillen, der Weihe einiger Schamanenspiegel und dem Einsatz der Donnertrommel der Schamanenstube verbringen wir den Abend und bis in die Morgenstunden diskutieren wir weiter.

Müde fiel Floh auf dem Rentierfell in tiefen, gesunden Schlaf:

Langhaarschäfer



Was für ein schöner Tag!
Oben drein ergaben sich aus ein paar Blödeleien noch die Idee für ein Schuschu-Tanz-Logo:

Schamanentanz



Banshee hat uns verführt mit ihren Düften. Während zwei ganzen Stunden erlebten wir ein Wechselbad der Düfte in rauschenden Tempo. Ich wusste nicht, dass man die Düfte beim Räuchern so schnell wechseln kann, so schnell ganz andere Stimmungen schaffen kann. Eine faszinierender als die nächste. Es war eine wahre Freude, dies zu erleben!

Räucher Fläschchen



 

Räucherungen





Mit einem Karton voller Fläschchen und Räucherutensilien kam sie an. Eine Truthahnfeder und eine Reiseräucherschale mit Untersetzchen. Auch eine spezielle Zange, um die einzelnen Ingredienzien sorgsam auf die Gluten zu legen.

So ein richtiger Zauberkarton voller weit tragender Gefühle und Erinnerungen.


Alsbald die Kohle ihre erste Schneeschicht aufzeigte, ging die Duftexplosion los. Erst etwas ganz feines, zitroniges, reinigend und erfrischend. Plötzlich war der Frühling im Trommelraum. Eine Wachholderbeere drauf und schon änderte sich der Geruch. Danach was erdiges, holziges, wärmendes. Von himmelhochjauchzend schubs in einen festen, erdigen Halt. Alle paar Minuten änderte der Trommelraum seine Gestalt. Irgendwann kam Alant, da musst ich verweilen. Das kenn ich, aber woher? - Ich hab nicht die geringste Ahnung, es liegt mir auf der Zunge, und dennoch so fern. Ich könnt mich hineinlegen in den Geruch von Alant. Unglaublich.

Wir lernen, dass Räuchern richtig Freude machen kann. Unbekannte und bekannte Düfte vermischen sich und malen neue Bilder in den Raum. “Und Safran und Labdanum verwandeln den Raum in Gold”. - Flugs rennt Thalia in die Küche hoch, wo wir seit Urzeiten Safranfäden aufbewahren. Ein paar wenige auf die Kohle und wir atmen unbeschreiblich schöne Glücksklänge ein. Was für eine Explosion taumelnder Gefühle.

Einfach traumhaft!

Schamanismus und Räuchern



Schamanische Arbeit in Ungarn

16.07.2007 Die Ankunft in Ungarn
Am Abend fahren an unseren geheimen, versteckten See. Die Sonne war am Untergehen. Der Himmel leuchtete rot. Die klar gezeichnete Mondsichel des zunehmenden Juli-Mondes schickte sich sichtlich an, den Abendstern einfangen zu wollen.

Sonnenuntergang Ungarn



Am See waren ein paar ungarische Fischer am Werke. „Unseren“ Platz, den wir für unsere Reisen auserkoren hatten, liessen sie unberührt. Wir wollten aber die friedliche Stimmung am See nicht durch heidnisches Getrommel irritieren und begnügten uns mit einem Tabakopfer für den See und den Platz.

Geister am See



17. Juli 2007 Das Rufen der Geister in Ungarn
Bewaffnet mit einem Kompass versicherten wir uns, dass auch in Ungarn im Norden Norden ist. Den Osten markierten wir mit einem in den Boden gesteckten Zweig. Herumliegende Ästchen, versehen mit getrockneten Blättern, luden als Rasseln ein.

Aus dem Osten rufen wir die Spirits herbei. Wir riefen sie lange, doch niemand zeigte sich uns. So zogen wir unverdrossen den ersten Halbkreis von Norden, über den Osten, gen Süden. Daselbst angelangt war unser Blick direkt über den See gerichtet und wir riefen die Geister aus dem Süden.

Schamanentrommel


Wanderer glöckelt, Thalia rasselt. Abermals nahmen wir nichts wahr, zogen den Kreis und drehten uns dem Westen zu.
Thalia’s Hirsch kam zaghaft aber kraftvoll aus dem Gebüsch hervor und stand mit seinem hochgereckten Geweih vor uns. Nach dem Ziehen des dritten Halbkreises riefen wir die Geister aus dem Norden. Dies brachte ein Wesen mit mandelförmigen Augen hervor, was dem Wanderer aber dann überhaupt nicht gefiel, hatten wir doch schon einige Begegnungen mit diesen ETs.

Er schnappte sich flugs die Trommel und verscheuchte das Wesen wieder. Im gleichen Atemzug zogen wir den Halbkreis, damit das Wesen draussen bleiben musste. Wie sich später herausstellte, werden wir noch einiges mit diesen ausserirdisch anmutenden Kreaturen in Ungarn zu tun haben.

Somit war der Kreis der Himmelsrichtungen gezogen. Wir zogen diesen sehr gross, um den ganzen See herum, was Unmengen an Platz einschloss.

Nach dem Kreis über das Himmelszelt kam uns aus dem Boden noch ein Luchs entgegen und wir hiessen ihn freundlich willkommen. Er sah älter aus und die Haare an seinen Ohren waren lustig zerzaust.


Die Erdung.

Thalia liegt in einer kleinen Mulde auf unserem Platz und der Wanderer trommelt im Gegenuhrzeigersinn um sie herum. Erst einen Herzrythmus, dann schamanisches Trommeln.
Thalia versucht sich zu erden, aber das gelingt ihr nicht zu ihrer Zufriedenheit. Es gelingt weder Wanderer, noch Thalia sich zu erden, wir bleiben in der Luft, über dem Boden, aber Halt finden wir nicht. So trommelt Wandy das Lied vom See, was uns mit dem See und allem verbindet. Wir geniessen den See als See und die Landschaft als Landschaft.
Wir gehen um den See herum und Wanderer trifft auf Hagalaz. Ein Zeichen, das wir zu dieser Zeit noch nicht deuten konnten.

Hirsche



19. Juli 2007 Der Hirsch aus dem See

Am See angekommen, machten wir uns erstmal gemütlich und begannen irgendwann damit, die Geister zu rufen. Im Osten sass Schuschu schon da, aus dem Süden kam direkt aus dem Wasser Cernunnos mit prächtigem Geweih und imposanter Gestalt. Im Westen kam Thalia’s Hirsch, im Norden ihr Weisskopfseeadler mit beiden Flügeln weit aufgespannt. Er ähnelte vom Bild her einer Fledermaus mit den aufgespannten Flügeln, doch dafür war er zu gross. Vom Himmel her zeigte sich die Schildkröte und der Luchs kam aus dem Boden zu uns.
Thalia legte sich direkt ans Seeufer, die Füsse im Wasser.

Seegeister



Ein Tuch über den Kopf diente als Augenschutz. Wanderer trommelte lange und nahm während seiner Reise abermals Cernunnos im Wasser wahr, der sich Thalia näherte. Als der Hirschgott sich aus dem See erhob und nach vorne beugte, verwandelte er sich in Thalia’s Hirschen. Sanft näherte sich sein Kopf Thalia und sie wurde aus ihrem Körper geweht. Leicht entschwand ihr Geist nach Osten. Da war mir klar, dass nun auch Thalia’s Krafttiere wussten, dass es darum geht, ihr das Reisen ohne Phantasie beizubringen. Wanderer kümmerte sich um die Pflege der anderen Tiere, während der Hirsch über Thalia wachte auf ihrer Reise.


Thalia hat zuerst von links her die Schuschu kurz gesehen. Danach fühlte sie, wie sich ihr Kopf in den Boden hineinzog, aber ihr Körper blieb standhaft. Vor ihr, über den See, nahm sie eine Art Dreieck wahr, konnte dies aber nicht identifizieren. Aber da war was vor ihr.

Nebel Geister



20. Juli 2007 Zerstückelungsreise für Thalia

Früh sind wir am See, die Nebel sind der Sonne noch nicht ganz gewichen.
Aus dem Osten erscheinen Thalia’s Hirsch und der Luchs, der uns schon vorher am See begegnet ist. Im Süden zeigt sich erst Algiz, dann noch ein Lebensbaum in Runenform. Aus dem Westen kommt Schuschu angeflogen und ein Eichhörnchen mit buschigem Schwanz. Thalia’s Adler kommt sehr nahe an uns heran, aus dem Norden. Beim Rufen der Geister von oben schwebt eine grosse Wasserkugel von den naheliegenden Bäumen herbei. Im Boden zeigt sich ein tiefroter und stellenweise oranger Lavastrom.

Geister im Wasser



Thalia treibt in der mittleren Anderswelt auf den See hinaus, ihr Hirsch begleitet sie und schwimmt rechts von ihr. Die Schuschu lässt sich mittreiben, wie eine Ente.

In der Mitte des Sees angekommen lassen sich alle in den See hinabsinken und schweben sanft bis auf den Seegrund. Der Weg hinunter wird von einem Lebensbaum vorgegeben. An der Wasseroberfläche ist er geöffnet und am Seegrund verwurzelt.
Auf dem Seegrund versammeln sich die Tiere um die daliegende Thalia: ihr Hirsch, ihr Adler, ein Eichhörnchen und die Schuschu. Ein Fisch mit rundem Gesicht und grossem Mund schwimmt vorbei.
Langsam färbt sich der Grund des See’s rot.

Um die Stelle, auf welcher Thalia liegt, wird es warm, dann heiss. In der Hitze beginnt sie sich langsam aufzulösen, verkohlt stellenweise und immer wieder bröckeln Stücke von ihr ab. Sie verbrennt, auf eine weiche Art. Die leichte Strömung am Seegrund trägt kleine Fetzen von ihr weg, die nicht hingehören und lässt diese im Boden verschwinden.
Thalia verweilt in diesem Zustand des Tod-Seins, Krafttiere und Helfertiere um sie versammelt.

Später beginnt ihr Hirsch mit dem Maul den Seeboden, auf dem Thalia lag, aufzunehmen und formt ihre Füsse neu, inklusive Fussnagelbemalung. Der Adler hilft mit und beide formen sie Thalia’s Beine, ihre Arme, Hände und den Oberkörper. Am Kopf lassen sie sich Zeit und stoppen unterhalb der Stelle, wo die Augen hinkommen.
Der Hirsch stellt sich über Thalia. Sein rotes und kräftig pochendes Herz wird sichtbar. Er setzt sein Herz der neuen Thalia ein und es beginnt warm und kräftig zu schlagen. Danach formen der Hirsch und der Adler den Kopf fertig, wobei der Adler seine Augen an die Stelle von Thalia’s Augen einsetzt.
Das Eichhörnchen fährt mit seinem buschigen Schwanz über die neu eingesetzten Augen.

Langsam steigen sie alle wieder am Lebensbaum hoch und schweben bis an die Wasseroberfläche. Dort erwartet die Wasserkugel bereits Thalia und nimmt sie in sich auf. Thalia erhebt sich in der Kugel über dem Wasser und steht aufrecht in ihr drin. Die Kugel belebt alle Lebensbahnen und lässt Thalia in der Sonne glitzern. Schliesslich nimmt die Kugel mehr und mehr Thalia’s Körperform an und wird zu ihr.

Schamanentrommeln am See

Thalia trommelt danach für den See.



Die Begleitung von Schuschu hinaus aufs Wasser hat mich etwas irritiert. Als ob wir für dieses Vorhaben grossen Schutz benötigen würden. Erst zeigte sich Algiz, der Lebensbaum und die Krafttiere waren uns sehr nahe.

Später stellt sich heraus, dass der Boden des Sees, der Boden Ungarns ein für uns gefährliches Terrain ist. Er stammt aus alter Zeit, einer Zeit vor den Alpen.

Sonnenaufgang



22. Juli 2007 Trommeln in der Pusta
Den Sonnenaufgang am See zu erleben war das frühe Aufstehen jedoch wert. Wir geniessen die Ruhe und trinken unseren mitgebrachten Kaffee direkt am Wasser. Die Sonne steigt schnell hinter den Bäumen hervor. Sie ist es, die uns Halt gibt. Die fehlende Erdung macht sie wieder gut, indem sie uns den Lauf der Dinge, von welchem wir Teil sind, vor Augen führt.

Fliegende Geister


Wir sind müde und geniessen das Gefühl von einem Platz auf dieser Welt an “unserem” See. Ich sammle einige Steinchen für eine Rassel. Ich suche mir die klarsten und reinsten Steinchen vom Seeufer aus. Wie sich später herausstellen wird, war das vergebene Lebensmühe. Alles, was wir in Ungarn vom Boden fanden, Steinchen und Federn, brachten wir zurück. Zu diesem Zeitpunkt war uns das aber noch nicht klar. So kam es dann am Ende der Ferien zu einer Verlängerung.

Augurium


Mein Augurium ist einem plötzlichem Verdunkeln des Himmels schlichtweg nicht gewachsen. Ich bin in der Deutung überfordert, kann mir keinen Reim darauf machen. In der Schweiz erlebe ich äusserst selten ein so grosses Auftreten von Vögeln. Ich begnüge mich damit, mich darüber zu freuen und ein Vertrauen zu empfinden, dass mir so viele Zeichen hier in Ungarn überhaupt zuteil werden. Meine Spirits sind da und zeigen sich mehr als üblich in der alltäglichen Wirklichkeit. Nur verstehe ich sie nicht.

Bald finden sich dann die ersten Ungaren ein und so sammeln wir unsere sieben Sachen und holpern über die Pusta in der Nähe der Donau.

Wir trommeln in der Pusta, einmal auch an einer ganz gewöhnlichen Stelle, ohne viele Bäume. Es ist für uns Schweizer schon ein Erlebnis, irgendwo zu stehen und rundherum den Horizont in weiter Ferne zu erblicken. Das kann man gar nicht alles auf einmal aufnehmen. Es gibt mehr Seiten, als nur Nord-Ost-West-Süd.

Energetisch hier zu arbeiten, sich so quasi seinen eigenen Raum zu schaffen, mit dem Wissen und dem Erspüren, was um einen rum ist, gestaltet sich viel schwerer, wenn da wirklich auf einmal so viel Platz ist.

Mystischer See



23. Juli 2007 Ein neuer Ritualplatz
Nebel liegt auf dem See und steigt zur erwachenden Sonne auf. Nur ansatzweise kann das die Kamera wiedergeben. Wir täuschen uns in der Annahme, lange alleine zu bleiben. Es ist auch in Ungarn Ferienzeit. Doch das tut uns nichts ab und mit dem dahinschwindenden Nebel entschwinden auch wir dem See. Unser Schrittempo mit dem Auto führt uns an einen bisher unbekannten Platz, in welchen wir uns sofort verlieben und das nicht nur wegen seiner Abgeschiedenheit. Der Platz liegt direkt an der Donau und ein Baumkreis markiert unseren neuen Ritualplatz. Freudig begrüssen wir den Platz, der wie für uns gemacht ist.

Smudgen mit Salbeirauch



Uns direkt an der Donau in aller Stille zu reinigen ist wunderschön. Die Donau selbst hilft uns und trägt alles, was nicht hingehört, gleich mit sich mit. Ein guter Platz, den wir würdevoll in Ehren halten. Thalia ruft die Geister herbei. Die Idee ekstatischen Reisens erwacht auf diesem runden Platz. So trommle ich für Thalia, die sich auf dem kleinen Platz (ca. 3 mal 3 Meter) im Kreise dreht. Erst langsam, dann schneller, bis ihr mehrfach schwindelig wird. Loslassen vom Leben, Loslassen von der Kontrolle, Loslassen vom festen Stand und vom Festhalten an der Realität. Schamanisches Reisen kommt dem Sterben gleich, die Schwelle zur anderen Realität zu überschreiten.

Aus dem Norden beginnt Thalia etwas wahrzunehmen. Etwas starkes, aus dem Gebüsch. Mit einem Stecken in der Hand als Verlängerung des Armes ertastet sie ihre Umwelt. Und immer wieder drehen, dazuwischen eigenes Trommeln und wieder drehen. Ein guter Reiseansatz, den man ausbauen kann.

Heiliger Rauch



26. Juli 2007 Rituale an der Donau
Den Ritualplatz an der Donau reinigen wir mit Feuer und Rauch, danach mit einer Salbeiräucherung. Um uns zu halten, eruieren wir mit dem Kompass genau die Himmelsrichtungen und malen diese mit einem Stein auf den Boden. Das Rufen der Geister bringt uns im Osten ein Pentagramm, im Süden Thalia’s Hirschen, im Westen Thalia’s Adler (sehr nahe) und einen Esel, im Norden Wanderer’s “V” von seinem Heilplatz und einen Lehrer von Wanderer. Von oben haben wir keine klare Wahrnehmung, ebenso von unten.

Insignien




Erneuter Erdungsversuch.
Thalia liegt auf dem Zeremonienplatz in der Mitte, die wir vorher gekennzeichnet haben, als wir die Himmelsrichtungen kennzeichneten. Über ihre Augen legen wir ein T-Shirt. Wanderer trommelt und obschon er leise trommeln wollte, haben die Geister das Trommeln schnell in die Hand genommen. Ich höre die Fische in der Donau springen und den Hirsch von Thalia im Gebüsch röhren. Erst denke ich, es handle sich um ein Motorboot, aber da war keines. Das Geräusch stammte vom Hirschen. Der Hirsch und der Adler begleiten Thalia in die Erde hinab, nachdem ich die Richtung vorgab und Thalia in die Erde drückte.

Thalia: “Ich bemerkte, dass ich am Bauch umklammert wurde und im Boden verankert wurde. Ich konnte mich nicht wehren und ich hatte aus das Gefühl, dass mir an den Händen Wurzeln wachsen. Mein Kopf wurde zu einem Baumstamm. In diesem Gefühl liessen mich meine Krafttiere verweilen.”

Es war eine Erdung, die nicht sehr tief ging und die so quasi “unten gehalten” werden musste. Der Boden ist zu weich, zu löchrig. Er hallt, läuft man darüber, als sei er komplett hohl. Dies ist an allen Orten, an welchen wir in Ungarn waren so, nicht nur in Donaunähe. Der Boden, respektive die obere Schicht lässt keine Erdung zu, weil es nur Erde ist, die auf der Erde liegt. Ohne Halt.

Im Anschluss trommle ich nochmals für Thalia, die sich dreht und dreht und dann hinlegt. Das Drehen bleibt ihr lange im Kopf, auch im Liegen. Keine Reise. Danach versuchen wir es nochmas mit Stampfen auf dem Boden, zur Drehung dazu.



Kurze Behandlung bei Floh
Gestern auf dem Boot hat sich Floh eine leichte Erkältung zugezogen, was sich in einer Art röchelnden Husten äusserte. Zudem tränten ihre Augen. Ein Schmetterling zeigt mir den Ort, wo sich der Boden auftun wird und das, was weg soll, hineinfliessen kann und dort abtransportiert wird.

Schamanische Werkzeuge im Medizinbeutel


Ich räuchere Floh mit einem Büschel weissen Salbeis. Das leicht angesengte Fell wird schnell gelöscht *g*
Mit der Reiserassel taste ich Floh rasselnd ab und leite direkt in den lockeren Boden, was wegfliessen kann und soll. Die wegfliessenden Teile sehen aus wie dunkelbrauner Schleim.

Eine Reise offenbart mir, was geschehen ist. Floh hat hier in Ungarn die Rolle des Kranheitsübernehmers zu spielen angefangen. So quasi: geteiltes Leid ist zwar gut, aber gib mir doch gleich alles. Das Augenproblem hat sie dem ungarischen Onkel Ferry abgenommen. Dieses konnte schnell und ohne grössere Probleme in zwei mitgenommene Bergkristalle gezogen werden, welche ich von den Augen weg direkt auf den Boden fallen liess. Durch den Aufprall entwich sogleich alles aus den Kristallen in den Boden. Ohne grosses Zutun, einfach weil es so sein sollte. Die Donau riss unterirdisch gleich alles mit. Der Abfallkanal so quasi. Vielleicht nennt man das schwarze Meer schwarz, weil der ganze Abfall da rauskommt.
Es ist zu bemerken, dass sich der Boden in Ungarn sehr gut für ein Ableiten eignet. Läuft man darauf, oder Floh springt darüber, so hört man, wie der Boden hohl ist. Überall in der Natur finden sich kleine Löcher, die auf eine unterirdische Mäusewelt hinweisen. Durch die Kanäle sind gute Wege geschaffen in die obere Erdschicht hinein.

Die Behandlung von Floh schlug schnell an und alle Beschwerden verflogen noch am selben Tag.

Baumgeist



28. Juli 2007 Ungarn, das Land aus alter Zeit
Erst in der Verlängerung unserer Ferien wird mir auf einer Reise klar, was dieses Land ausmacht. Ich benutzte eine Methode, die ich vor x Jahren verwendete, damals um in der Welt etwas zu verändern (magische Praxis).

Zumindest in diesem Landstrich von Ungarn, um Mosonmagyarovar bis Dunaremete an der Donau, ist eine absolute Trennung der Elemente nicht nur spürbar, sondern andersweltlich vollzogen. Das Land liegt mehrheitlich flach da, erhebt sich lediglich in Bäumen und Sträuchern, um aufzupassen, dass nichts das Land stört. Diese Wächter des Landes lieben alles, was Ruhe in sich trägt. Und das nehmen sie sich einfach. Unruhiges wird gemieden, doch wenn es zuviel wird, schluckt die Erde schlichtweg den Angreifer. Und dabei ist es froh um Hilfe. Die Erde ist sehr vorsichtig und lässt einiges mit sich machen, doch die Geister in der Erde wehren sich gnadenlos gegen zuviel unruhige Boshaftigkeit.
Das Wasser in den Seen ist verbunden mit dem Erdreich und beherbert Verbindungen tief in die Erde hinein, tiefer als wir bei uns graben können.
Von der Luft ist das Land vollständig abgeschnitten, es will nichts von ihr wissen. Der ewige Wind in Ungarn, der nirgends Halt findet, ist ein steter Reisender. Eine Heimat findet er hier nicht und ist auch nicht wirklich daran interessiert, da er die Ablehnung der Erde gegen die Luft spürt. Es ist eine Allianz der Nicht-Einmischung.

Naturgeister


Die Erdgeister, die sich teilweise in grossen Bäumen und Büschen zeigen und wie gesagt an der Oberfläche aufpassen, sind in ruhender Angriffshaltung. Nicht Verteidigung, sondern drohende Angriffshaltung.

Was von oben kommt, ist nicht erwünscht. Was weg soll, wird in Donaunähe weggebracht, alles fliesst, ruhig und beständig, aber ohne Halt. Einmal eingefangen, entkommt nichts mehr.

Ich durfte auf meiner Reise zum elementaren Sein dieser Gegend den Mechanismus sehen, den das Land anwendet, um Unliebsames zu entfernen. Mir ist nun endlich auch klar, was das für Wesen sind, die mir ab und zu in der Schweiz begegnen. In meiner Wahrnehmung sind es Ausserirdische mit grossen, dunklen und wässerigen Augen, dünnen Armen mit wenigen, langen Fingern. Eines der Wesen kam aus dem See, an dem wir uns viel aufhielten und nahm an sich, was sich im Innern von Unliebsamen befindet. Es reisst das Innerste hinaus, die Eingeweide von Üblem.

Es sind Abfallbeseitiger, Aasfresser wie Hyänen oder Aasgeier.

Mit ihnen verhält es sich wie bei den Insekten, die einem helfen können, zu heilen. Man ruft sie nicht, man tritt nicht mit ihnen in Kontakt. Aber man nimmt einander wahr, weiss, dass sie wissen und für kurze Zeit arbeitet man Hand in Hand. Danach gehen sie wieder, schauen einem an beim Gehen und entschwinden. Das Wesen, welches ich sehen durfte, versank langsam wieder im See, mitnehmend, was es ergattert hat.

In ihrem Tun spiegelt sich eine Art höhere Gerechtigkeit der Natur. Hinter ihnen steht die Wahrheit, das Leben, der Tod, das Sterben und Vergehen. Die Natur selbst. Alles wird, alles vergeht. Und alles ist in Fluss. Jeder nimmt sich, was er braucht und will.

Wenn mir wieder mal so ein Wesen begegnen sollte, werd ich wissen, dass da etwas ist, das sterben soll und Platz für anderes machen soll. Und sei es der Abfall einer Extraktion. Davon leben sie.

So fangen gewisse Heilreisen auch Sinn zu machen, in denen sie auftauchten. Bislang hab ich sie weggeschickt, verscheucht. Doch es ist besser, ihnen einen Platz zu weisen und ihnen zu gestatten, die hingeworfenen Abfälle zu empfangen.
Ich bin froh über die Verlängerung der Ferien, durfte ich doch diese Reise machen und Teil der Natur, Teil der Gerechtigkeit und Wahrheit sein. Alles hat einen Grund, und vielleicht war der Grund für die Verlängerung mein Mitwirken bei einem natürlichen Vorgang.

Alle gesammelten Steine vom See, inklusive Feder bringen wir zurück. Dieses Land will für sich sein, und das Wegnehmen von Land ist eine Verletzung der Ruhe. Zwar geduldet, aber nicht erwünscht. Tabak wird gerne genommen, aber als Heilung für die Erde und nicht als Tausch für Erde. Die Erde hält uns für unfähig, ihr zu helfen. Unwürdig, etwas zu geben. Es wird genommen, ohne Dank oder Beziehung.

Die Donau eignet sich wundervoll für den Abtransport von allem, was weg soll. Heilreisen dort sind genau am rechten Ort. Das hab ich bei einer Heilreise für Floh, die sich aufgrund der Klimaanlage und der Bootsfahrt eine Erkältung zuzog. Die Heilreise hab ich dort gemacht, und es ging mir noch nie so einfach und fast wie von selbst von Statten.

In der Anderswelt sind die meisten Büsche nicht dort, nur die Bäume. Sand, durchlöchert von Mäusen. Alles fliesst, runter und weg mit der Donau.

Das Land, auf welchen wir in Ungarn gehen, ist lose Erde, die das bedeckt, was wir bei uns gar nicht spüren. Da ist eine wilde, blutend pochende Erde unter uns, die in Ungarn nur wenige Meter überdeckt ist. Geschöpfe aus alter, wirklich alter Zeit sind dort. Diese wirken fremd, abgewandt. Es gibt keine Kommunikation mit ihnen, diese ist auch nicht gewünscht. Wir haben da sowas von gar nichts zu suchen. Vielleicht trifft es die Beziehung zu Insekten am ehesten: wir verstehen sie nicht, können nicht hineinfühlen. Es sind andere Wesen. Auch nicht zu vergleichen mit andersweltlichen Drachen, wie sie mir bislang begegnet sind. Ganz anders. Fremd und grösser, als wir sie wahrnehmen können.

Wir wandeln auf einem Planeten, der nicht für uns geschaffen wurde. Der Kern ist uns fremd, fremder als wir uns ersinnen können. In Ungarn ist der Boden so dünn, dass dies spürbar wird. Unsere schöne, sichtbare Welt an der Oberfläche ist so klein dagegen. Wir sind geduldet, weil wir gar nicht wichtig sind.

Leben und Tod werden nicht unterschieden. Es ist egal, es ist unbekannt, dies zu unterscheiden. Das was gerade jetzt passiert, das ist. Keine Zukunft, keine Vergangenheit. Nur jetzt. Aus unserer künstlichen Moral heraus würden wir es “böse” nennen, doch das ist es nicht, weil es das Wort “böse” gar nicht gibt. Dazu braucht es Vergangenheit. Doch die ist nicht. Vieles erscheint grausam, aber es ist schlichtweg die Natur der Erde selbst.

Wir spüren Verlorenheit, keine Zugehörigkeit zur Welt in Ungarn und sind nach zügiger Durchfahrt durch Österreich froh, wieder einige hundert Meter Gestein unter den Füssen zu haben, weiter weg vom Kern der Erde.

Uns schauderts.

Libelle



Oktober 2006
Die Donnertrommel

Bei unserem Anlass vom 21. Oktober 2006 durften wir unter die Donnertrommel liegen und reisen. Die Trommel ist gewaltig, schlichtweg gewaltig! Wenn Du da drunter liegst, durchdringen Dich die Trommelschläge vollständig. Ich hab sie sofort in der ganzen Brust wahrgenommen, die nur noch im Rausch der Trommel vibrierte.

Das Ziel meiner Reise war die Pflege meiner Krafttiere. Fütterungszeit.

Meine Reise begann auf einem Hügel vor einer riesig grossen Ebene. Rechts von der Ebene war mein Berg, den ich aus meiner Rückführung kenne. Die Ebene war eher Steppenartig, mein Berg jedoch klar und bläulich erfrischend.
Ich wollte natürlich dorthin, jedoch war auf der Ebene eine Art Krieg im Gange. Viele Leute, die ich als eine Art schwarze Strichmännchen wahrnahm, liefen wirr durcheinander. Sie hetzten meinen Energiekugeln hinterher. Jeder wollte eine, doch die Kugeln schwebten raffiniert über sie hinweg. Als ich auf der Ebene war, erschlich mich dieselbe Stimmung. Ich wollte eine Kugel haben, obschon ich wusste, im Normalfall mit diesen Kugeln umgehen zu können. Dennoch hatte ich keine und verfiel in dieses unbändige Verlangen, den Kugeln nachzuhetzen. Das Verhältnis zu den Mitstreitern war nicht gut, es herrschte Krieg um diese Kugeln.

Ebene



Ich bahnte meinen Weg durch die Ebene und traf in einem Gebiet mit Sträuchern und einem Fluss meine Mitreisende unter der Trommel. Sie war vor einer kleinen Siedlung, die aus Tipis bestand, indianisch. Sie gestikulierte wild vor mir und sprach sehr aufgeregt in ihrer indianischen Sprache. Hinter ihr war eine Kochstelle, die noch rauchte. Ich verstand kein Wort von ihrem Gebrabbel und konnte nicht nachvollziehen, was sie von mir wollte. Immer streckte sie mir ihre Arme entgegen und gestikulierte.
Ich gab ihr eine Energiekugel in die Arme, aber die wollte sie nicht. Sie gestikulierte weiter. Ich versuchte es noch einmal, um sie mit Ruhe zu erfüllen. Es klappte nicht und ich sah ihre Enttäuschung.

Der Trommelrhytmus änderte und ich konnte diesen Ort verlassen. (Thalia sagte nachher, dass sie zu diesem Zeitpunkt das Gefühl hatte, sie wolle einen schnelleren Rhytmus und hat die anderen mitgezogen)

Am Fuss meines Berges sah ich rückwärts auf die Ebene, auf welcher immer noch die Strichmännchen den Kugeln nachhetzten. Auf mich jedoch kamen sehr aggressiv duzende von Kugeln zugeflogen, und das nicht leicht schwebend wie sonst, sondern im vollen Garacho.


Die Kugeln kamen mit grosser Geschwindigkeit auf mich zu und in mich hinein. Sie durchfluteten mich mit ihrer Energie, eine nach der anderen. Alles in allem waren es vielleicht 20 - 30 Kugeln, die mich durchflossen. Ich spürte die unglaublich starke Kraft der Kugeln in mir. Meine Muskeln spannten sich. Unter der Trommel lag ich nur noch auf den Hinterkopf gestützt und auf meinen Füssen. Der Rest meines Körpers war hochgedrückt.



Energiekugeln


Ich erlebte diesen Energiefluss vielleicht vergleichbar mit den Highlander-Filmen, wenn der Highlander wieder mal einen Gegenstreiter besiegt hatte. Ich wurde in die Luft gehoben in einem unbändigen Energiestrahl, ich war fast nur noch diese Energie.


Dann sah ich den Anhänger vor mir auftauchen, den ich mir aus dem Luzerner Zwischenwelt-Laden bestellt hatte und noch nicht da war:

Pentagram Pan

(Pentagramm des Pan)

Das Pentagramm wurde geradeaus vor mir in der Luft schwebend sichtbar, dann sah ich den Ring rundherum, der in einem gelben Licht strahlte. Er war sicher so gross wie ich selbst.
Von hinten her schwebte eine Kugel in den Ring hinein, das Pentagramm in der Mitte immer noch weiss sichtbar.
Oben heraus floss dann springbrunnenartig die Kugelenergie, in vier Richtungen verteilt.
Ein wunderschönes Bild.


Pentagram Kugel

Ich beschloss, dass hier nun meine Reise endet und kehrte zurück.
Ich kroch unter der Trommel hervor und wartete auf das Ende. Meine Mitreisende war noch ein paar Minuten unterwegs.




Es waren aufregende Tage, vom 2. Februar bis zum 5. Februar.


Eli, Iffi und Gwynh kamen auf Besuch.




Es wurde viel gelacht, viel gearbeitet und viel gesehen. Schwer ist es nun, das alles in Worte zu fassen. Vieles gehört nicht in die Öffentlichkeit, sondern wird im Schuschu Ausdruck finden.

Ich denke, ich kann mit der Donnertrommel anfangen, die Eli zweimal in einen Hirschen verwandelte. Wir trommelten zu fünft auf ihr und von einigen wurde ein Lied gehört dabei. Es war das Lied des Hirsches, das Lied der Trommel. Eli sang es mit und wir liessen uns mit dem Hirschen treiben.


Beim zweiten Spiel des Liedes nahm ich es mit dem MP3 Player auf. Es war ein gewaltiges Stück. Der Hirsch erhob sich aus der Trommel und wir trommelten auf seinen Rücken. Ich spürte seine innere Kraft, die mit jedem Schlag wuchs und archaischer wurde. Er stand in ganzer Grösse in unserer Trommelstube, schnaubte, scharrte mit den Hufen und röhrte in voller Lautstärke.


Ich selbst durfte mich in ihn verwandeln und durfte so sein aufwallendes Blut in mir pochen spüren. Es war nicht mal die Grösse des gespürten Leibes, es war die geballte Kraft des Tieres, jeden einzelnen Muskelstranges, welche mich völlig erfüllte. Ich wurde mitgerissen in die Wandlung zum Tier, ich war mit dem Boden verbunden und rannte in schwindelerregenden Tempo über weite Felder. Was für eine Kraft und die Quelle dieser Kraft war so gewaltig gross, dass ich mich nur noch in ihre Richtung reissen liess.

Schamanisches Räuchern